Der sexuelle Körper – sich ganzheitlich bewohnen

Was bedeutet Sexualität als integraler Bestandteil menschlichen Seins? Sie entwickeln Sicherheit, erweitern Ihr Fachwissen und nutzen körperorientierte Interventionen für die ganzheitliche Begleitung Ihrer Klientinnen.

Fortbildung im komplementärtherapeutischen Kontext

Der sexuelle Körper – der Beckenraum inklusive des Genitalraumes – ist ein meist vernachlässigter, häufig von unterschiedlichen Beschwerden besetzter Ort. Manchmal hängen Beschwerden im Becken- oder Genitalraum mit sexuellen Themen zusammen, manchmal nicht. Gleichzeitig ist die Sexualität an sich eine grundlegende, wenn auch oft schambesetzte Dimension menschlichen Erlebens. Im therapeutischen Setting oft umgeben von Sprachlosigkeit und Unbehagen, was die Begleitung von Klient:innen begrenzen kann.

Der komplementärtherapeutische Ansatz versteht Menschsein unter dem humanistischen Blickwinkel. Prinzipien wie Ganzheitlichkeit, Individualität, Selbstkompetenz und die dem Körper innewohnenden Selbstregulationsprozesse schliessen den sexuellen Körper und die Sexualität an sich selbstverständlich mit ein.

Diese Fortbildung lädt dazu ein, das, was potentiell sexuell klingt, als integralen Bestandteil des menschlichen Seins zu normalisieren – im Sinne von: den ganzen Körper bewohnen dürfen und einen selbstverständlicheren Umgang damit finden, wie es ist.

Die Teilnehmenden erweitern ihr Fachwissen zu sexualitätsbezogenen Themen und lernen konkrete Modelle sowie körperorientierte Interventionen für die Praxis kennen. In einem geschützten und wertschätzenden Rahmen wird eine differenzierte, professionelle Sprache rund um den sexuellen Körper entwickelt.

Schwerpunkte der Fortbildung

  • Körperübungen zur Förderung von Wahrnehmung, Präsenz und Selbstkontakt
  • Arbeit mit Somatografie und Imagination
  • Zugang zu Ressourcen und inneren Kraftzentren (Hara)
  • Praxisnahe Interventionen bei Anliegen im Kontext von Sexualität
  • Möglichkeiten der Selbstregulation üben, wenn in der Praxis Themen zu Sexualität angesprochen werden

Ein besonderer Fokus liegt auf „unaufgeregten“ Zugängen: Möglichkeiten, den Becken- und Geschlechtsraum achtsam in die therapeutische Arbeit einzubeziehen, ohne Sexualität explizit zu thematisieren. Dadurch werden sowohl Therapeutinnen als auch Klientinnen darin unterstützt, den eigenen Körper umfassend wahrzunehmen, zu benennen und zu bewohnen.

Zielgruppe

Diese eintägige Fortbildung richtet sich an Atem- und Komplementärtherapeutinnen sowie an Fachpersonen aus therapeutischen und beraterischen Arbeitsfeldern mit Interesse an körperzentrierten Ansätzen.

Ort und Zeit

Die Fortbildung wird am Institut für Körperzentrierte Psychotherapie IKP in Zürich durchgeführt.

Datum: 03. September 2027