Der Atem nimmt in unseren Körperfunktionen einen besonderen Stellenwert ein. Er ist die einzige Funktion, die wir sowohl bewusst steuern können, die aber in unbewusstem Zustand automatisch geschieht. Das heisst, der Atem liegt irgendwo an der Grenze von unserem Bewusstsein und Unterbewusstsein und hat eine wichtige Regulationsfunktion für unser emotionales und körperliches Erleben.

Seit 2018 bin ich am Institut für Körperzentrierte Psychotherapie in der Ausbildung zur Ganzheitlich Integrativen Atemtherapeutin.

Der Atem

Ich habe festgestellt, dass die Vorstellungen und Ideen, was Atemtherapie ist und beinhaltet, sehr auseinandergehen und sich oft auf eine Idee des richtig Atmens fokussieren.
Genau darum geht es aber in der Atemtherapie eigentlich nicht. Der Atem wird nicht gelenkt, sondern während der Therapie orientiert man sich am Atemgeschehen. Wenn also der Wunsch besteht, zum Beispiel tiefer zu atmen, dann werden vor allem Übungen gemacht, die unser Nervensystem beruhigen und uns so ermöglichen, vertiefter zu atmen. Das Atmen geschieht dabei aber von alleine. Es wird nicht gemacht.

Atemtherapie

Atemtherapie ist aber viel mehr als nur atmen. In der ganzheitlich integrativen Atemtherapie geht es je nach Anliegen auch darum, eigene Muster zu erkennen, die eigene Geschichte zu verarbeiten, Umgang mit Schmerzen und anderen Einschränkungen, Alltagsbewältigung. Es ist im weitesten Sinne eine körperpsychotherapeutische Methode, um an jedwedem Thema zu arbeiten, das gerade im Vordergrund steht.

Natürlich hat auch die Atemtherapie Grenzen und in manchen Fällen ist es wichtig, interdisziplinär zu arbeiten: sei es mit Psychotherapeut*innen, Physiotherpeut*innen oder anderen medizinischen Fachpersonen.

Kosten

Da ich mich noch Mitten in der Ausbildung befinde, verrechne ich für eine Übungsstunde zurzeit CHF 50.-.